Allgemeines

Das Gutshaus wurde zwischen 1870 und 1880 erbaut. Es hat eine Nutzfläche von ca. 1280m² (EG, OG, KG und DG). Es ist ein konventioneller Ziegelbau mit Mittelrisalit im Eingangsbereich. Die an den Außenseiten hochgezogenen Türme verleihen dem Haus Schlosscharakter. Im Dreiecksgiebel befinden sich die Familienwappen der Familie v. Ferber und v. Bornstedt. Auf der Gartenseite ragt ein Erkerbau weit aus der Fassade hervor. Das Gebäude ist zweigeschossig und voll unterkellert. Der Haupteingang liegt an der östlichen Längsseite und der zweite Eingang auf der westlichen Längsseite. Der Kellereingang mit Außentreppe befindet sich an der nördlichen Schmalseite.

Aussen

Sichtmauerwerk und Bänderung zwischen den Geschossen. Säulen und Ballustraden dienen als Verziehrung des Eingangs und des Erkerbaus auf der Gartenseite. Der Sockel ist verputzt und besteht aus Quadermauerwerk. Die komplette Fassade steht unter Denkmalschutz.

Das Walmdach erstreckt sich über die gesamte Gebäudelänge und ist mit Bieberschwanziegeln in Doppeldeckung gedeckt. Auf den Türmen ist ein Kegeldach mit Bitumenschindeldeckung. Die Dachkonstruktion ist als Pfettendach ausgebildet. Der einfach stehende Stuhl mit Stützen und Kopfbändern ist gut erhalten. Der Dachboden ist teilweise als Abstell- und Lagerraum ausgebaut.

Innen

Das Gebäude wurde nach dem zweiten Weltkrieg nicht mehr als Gutshaus genutzt. Die Anordnung der Räume und die frühere Nutzung sind nicht mehr nachvollziehbar, da ein Umbau und eine Umnutzung als Schule erfolgte. Die Anordnung der Räume ist schultypisch: Klassenräume, Lehrerzimmer, Sekretariat und im Keller Hausmeister- und Abstellräume. Im Erdgeschoss befinden sich zusätzlich Gemeinderäume und im Obergeschoss ist ein Frisör untergebracht. Die Nutzungseinheiten sind im wesentlichen ausstattungs- und zustandsgleich. Die Räumlichkeiten sind in der Ausstattung einfacher Standard.

Keller:
Die Lichte Raumhöhe beträgt ca. 2,10m. Die Decke ist als preußische Kappendecke ausgebildet. Teilweise sind Entlastungsbögen für eine bessere Kopffreiheit abgetragen und Stahlträger freigelgt worden. Der Boden besteht teilweise aus Beton oder Ziegelmauerwerk. Die Innenwände bestehen aus Ziegelmauerwerk, sind verputzt und farblich behandelt.

Erdgeschoss und Obergeschoss:
Die lichte Raumhöhe im EG beträgt 3,95m und im OG 3,10m sowie 4,10m. Die Geschossdecken sind als Holzbalkendecke ausgebildet, verkleidet und verputzt. In zwei Räumen im EG befindet sich Stuck an der Decke. Dieser steht unter Denkmalschutz. Auf dem Boden der Verkehrsflächen sind Terazzoplatten verlegt. Die Klassenräume sind mit Kunststoffbelag versehen. In den WCs sind Fliesen verlegt. Die Innenwände bestehen aus Ziegelmauerwerk, sind verputzt und farblich behandelt. Teilweise findet man auch Tapete, Panele oder Fliesen.

Treppe:
Die Kellertreppen sind aus Beton. Die Geschosstreppen sind massiv aus Holz. Die Geländer und Handläufe sind ebenfalls aus Holz gefertigt.

Fenster und Türen

Im gesamten Haus befinden sich Holzverbundfenster (DDR Standard), die erneuert werden müssen. Einige lassen sich nicht mehr öffnen. Im Kellergeschoss sind einfachverglaste Holzfenster vorhanden. Dies führt zu Feuchtigkeitsschäden .
Die 2 flüglige Hauseingangstür mit Lichtausschnitten ist zu erneuern.
Innentüren sind als Füllungstüren vorhanden.
Teilweise sind alte Türen aus der Zeit als Gutshaus noch vorhanden.

Haustechnik

Im Kelller befindet sich ein Kraftstromanschluss. Elektroinstallationen sind vorhanden. Sie entsprechen jedoch nicht mehr den heutigen Standards.
Die Beheizung des Hauses (KG, EG, OG, DG teilweise) erfolgt über eine Öl Fernheizung von der Turnhalle. Durch fehlende oder unzureichende Dämmung geht sehr viel Wärme verloren. Die Gußmetallheizkörper sind erneuerungsbedürftig.

Sanitär

Einfache Wasser- und Abwasserinstallation.
In den Toiletten sind WC- und Handwaschbecken vorhanden. Die Warmwasseraufbereitung in der Küche und in den WC Räumen erfolgt Über Boiler.
In jedem Klassenraum ist ein Handwaschbecken ohne Warmwasser vorhanden.

Ansicht Eingang
Ansicht Eingang

Ansicht Rückseite
Ansicht Rückseite

Erdgeschoss

Kellergeschoss
Kellergeschoss

Obergeschoss
Obergeschoss

Dachgeschoss
Dachgeschoss
Die Diplomarbeit ist aus dem Jahr 2005. Das Objekt wurde im Frühjahr 2009 verkauft.
Bitte sehen Sie von telefonischen Rückfragen bei mir oder im Amt Roebel ab.
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